Jedes Jahr das gleiche Spiel: irgendein Marketing-Guru verkündet, dass SEO tot ist. Spoiler: ist es nicht. Aber es hat sich verändert — und zwar ordentlich.

Keywords allein bringen nichts mehr

Vor fünf Jahren konntest du noch einen Text mit deinem Keyword vollstopfen und auf Seite 1 landen. Das funktioniert nicht mehr. Google versteht inzwischen den Kontext, nicht nur einzelne Wörter. Wenn du "Webdesign Leipzig" auf eine Seite schreibst, die nichts mit Webdesign zu tun hat, merkt Google das.

Was stattdessen funktioniert: schreib für Menschen, nicht für Suchmaschinen. Beantworte die Fragen, die deine Kunden tatsächlich haben. Wenn jemand "was kostet eine Website" googelt, will er eine ehrliche Antwort — kein Marketing-Gelaber.

Technische Basics sind Pflicht

Ladezeit: Deine Seite sollte in unter 2,5 Sekunden laden. Google misst das, und deine Besucher auch. Test: pagespeed.web.dev — kostenlos, dauert 30 Sekunden.

Mobile-Tauglichkeit: Google indexiert seit Jahren Mobile-First. Wenn deine Seite auf dem Handy schlecht aussieht, existiert sie für Google quasi nicht.

Core Web Vitals: LCP, FID, CLS — klingt kompliziert, ist es nicht. Kurz: die Seite muss schnell laden (LCP), schnell reagieren (FID) und darf beim Laden nicht rumspringen (CLS).

Was du dir sparen kannst

Meta-Keywords: ignoriert Google seit über 10 Jahren. Trotzdem packen Leute sie noch rein. Kannst du weglassen.

Backlink-Spam: 500 Links aus Forenkommentaren kaufen bringt nichts außer einer möglichen Abstrafung. Lieber einen echten, relevanten Backlink als hundert Fake-Links.

Wöchentlich neue Blogartikel um des Bloggens willen: Qualität schlägt Quantität. Ein richtig guter Artikel pro Monat bringt mehr als vier mittelmäßige pro Woche.

Was 2026 wirklich zählt

Strukturierte Daten (Schema.org) — damit Google deine Inhalte besser versteht. Lokale SEO, wenn du ein lokales Business hast. Und ganz ehrlich: eine Website, die gut ist. Schnell, übersichtlich, mit echtem Inhalt. Das klingt langweilig, aber es ist die Wahrheit.